Die Sammlung Gaetano Sessa auf Schloss Maretsch
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Gries nicht nur eine eigenständige Gemeinde, sondern auch ein ländlich geprägter Ort. Gries konnte sich dank des milden Klimas, der vielen Sonnenstunden und der großzügigen Grünanlagen schnell als beliebter Urlaubs- und Kurort profilieren. Mitten in den Weinbergen entstanden luxuriöse Hotels, Kurhäuser und Villen, um die zahlreichen Gäste aus Österreich, Deutschland und Russland zu beherbergen. Die Pracht und der Glanz dieser Zeit wurden jäh vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrochen. 1925 wurde Gries schließlich in die Stadt Bozen eingemeindet und wurde somit vom prestigeträchtigen Kurort zum „einfachen“ Stadtviertel. Die Weinberge verschwanden, große Wohnanlagen entstanden und veränderten das Stadtbild maßgeblich. Die ehemals prächtigen Hotels wurden abgerissen oder für andere Zwecke verwendet.