Musician band jamming together in art workplace with instruments
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Was ist los auf Schloss Maretsch

Tanz Bozen Bolzano Danza Festival

16 Juli 2026

Bolzano Danza 2026 beginnt im Schloss Maretsch. Der Eröffnungsabend vereint gleich mehrere Arbeiten, die unterschiedliche Zugänge zum Tanz eröffnen.
Den Auftakt macht die Kompanie Aterballetto mit MicroDanze, ein Tanzprojekt für außergewöhnliche Spielorte, das drei Kurzstücke miteinander verbindet. Eröffnet wird mit Antonella Bertonis zehnminütiger Choreografie Terra Piccola, ein Stück voller stiller Intensität. Es folgt Eppur si muove von Francesca Lattuada: fünf Minuten zu Beethoven, zwischen Widerstand und Leichtigkeit. Den Abschluss bildet Soft P, eine Uraufführung des Aterballetto-Hauschoreografen Diego Tortelli: sechs Minuten für zwei Körper und einen Song der Tindersticks.
Anschließend wechselt der Abend die Tonlage: Mit Il combattimento di Tancredi e Clorinda folgt eine zeitgenössische Annäherung an Monteverdis berühmtes Werk. Choreograf Philippe Kratz und Regisseur Fabio Cherstich haben für Aterballetto eine Inszenierung geschaffen, die ohne Vorkenntnisse zugänglich ist und in Zusammenarbeit mit den Musikern des Haydn Orchesters Tanz und Live-Musik verbindet. Im Zentrum stehen zwei Tänzer und ein Quartett aus Countertenor, Violine, Violoncello und Cembalo. Erzählt wird eine Geschichte von Kampf, Verwandlung und Erkenntnis, die auch nach mehr als vierhundert Jahren nichts von ihrer Aktualität verloren hat.

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BZ '900

20 Mai 2025

Die Sammlung Gaetano Sessa auf Schloss Maretsch
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Gries nicht nur eine eigenständige Gemeinde, sondern auch ein ländlich geprägter Ort. Gries konnte sich dank des milden Klimas, der vielen Sonnenstunden und der großzügigen Grünanlagen schnell als beliebter Urlaubs- und Kurort profilieren. Mitten in den Weinbergen entstanden luxuriöse Hotels, Kurhäuser und Villen, um die zahlreichen Gäste aus Österreich, Deutschland und Russland zu beherbergen. Die Pracht und der Glanz dieser Zeit wurden jäh vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrochen. 1925 wurde Gries schließlich in die Stadt Bozen eingemeindet und wurde somit vom prestigeträchtigen Kurort zum „einfachen“ Stadtviertel. Die Weinberge verschwanden, große Wohnanlagen entstanden und veränderten das Stadtbild maßgeblich. Die ehemals prächtigen Hotels wurden abgerissen oder für andere Zwecke verwendet.