Musician band jamming together in art workplace with instruments
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Was ist los auf Schloss Maretsch

Anacronìa - Haydn in the cracks

23 August 2026

Die blühende Londoner Musikszene hat ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert, als private Impresarios den Einfall hatten, Konzertreihen in den nobelsten Räumlichkeiten der Hauptstadt zu veranstalten und dafür Eintritt zu verlangen.
Eine dieser Konzertreihen wurde vom gefeierten Sopran Teresa Cornelys ins Leben gerufen und erlangte im ausgehenden Jahrhundert außergewöhnliche Popularität, als Johann Christian Bach und Karl Friedrich Abel in den eleganten Salons am Hannover Square auftraten. Der heutige Zuhörer wäre entsetzt vom Durcheinander, das während der Vorstellungen herrschte, wo das Publikum nicht nur abrupt vom Lachen zum Weinen übergehen konnte, sondern vor allem ganz bequem im Sessel sitzend nach Lust und Laune plaudern durfte. Die Musik indes war erstklassig, wie das Programm des Ensembles Anacronía belegt: Selbstredend kamen Originalkompositionen von Bach, Abel und ihrem Mitstreiter Juan Oliver Astorga zur Aufführung, das Repertoire umfasste aber auch Werke von Meistern wie Carl Phillip Emanuel Bach und Joseph Haydn.

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Konzert "Un air d'Italie"

28 August 2026

Die Mandoline im Paris des 18. Jahrhunderts

Die Mandoline ist heute nahezu in Vergessenheit geraten, wenn man einmal von einem nostalgisch verbrämten Neapel-Klischee absieht. Dabei erfreute sich das aus Neapel stammende Instrument an einem gewissen Zeitpunkt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts europaweit größter Beliebtheit.
Das Konzert des Ensembles Pizzicar Galante mit der Solistin Anna Schivazappa porträtiert das goldene Zeitalter der Mandoline, als berühmte neapolitanische Virtuosen wie Giovanni Battista Gervasio und Gabriele Leone mit Tourneen durch ganz Europa zu ihrer Verbreitung beitrugen. Besonders im damaligen Frankreich widmeten sich Adel und Bürgertum dem Erlernen des Mandolinenspiels mit Hilfe von italienischen Lehrern und Methoden, die – sehr zur Freude der Laien – unter anderem auch Grundregeln umfassten, um Arien aus der Comédie Italienne singen zu können, während man sich selbst auf der Mandoline begleitete.

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BZ '900

20 Mai 2025

Die Sammlung Gaetano Sessa auf Schloss Maretsch
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Gries nicht nur eine eigenständige Gemeinde, sondern auch ein ländlich geprägter Ort. Gries konnte sich dank des milden Klimas, der vielen Sonnenstunden und der großzügigen Grünanlagen schnell als beliebter Urlaubs- und Kurort profilieren. Mitten in den Weinbergen entstanden luxuriöse Hotels, Kurhäuser und Villen, um die zahlreichen Gäste aus Österreich, Deutschland und Russland zu beherbergen. Die Pracht und der Glanz dieser Zeit wurden jäh vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrochen. 1925 wurde Gries schließlich in die Stadt Bozen eingemeindet und wurde somit vom prestigeträchtigen Kurort zum „einfachen“ Stadtviertel. Die Weinberge verschwanden, große Wohnanlagen entstanden und veränderten das Stadtbild maßgeblich. Die ehemals prächtigen Hotels wurden abgerissen oder für andere Zwecke verwendet.