Die zwei verschiedenen Gesichter der volkssprachlichen Dichtung des 15. Jahrhunderts:
Die fast gleichaltrigen Oswald von Wolkenstein und Hans Vintler unterschieden sich
nicht nur durch ihre Herkunft, sondern auch den Inhalt ihrer Werke:
Liebes-, Spott-, Trink-, Kampf- und Kirchenlieder auf der einen Seite, die Übersetzung eines italienischen Tugendgedichtes und dessen Erweiterung auf der anderen.
Vortrag mit Bildern und kleinen Leseproben aus den Werken der beiden Tiroler Dichter.
Datum: 12.12.2011
Beginn: 18 Uhr
Ort: Schloss Maretsch - Römersaal
Freier Eintritt
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Vortrag von Univ. Prof. Dr. Harald Stadler
Die „Heilerin von Strad“
Freitag 18. März 2011
Schloss Maretsch
18.30 Uhr
Freier Eintritt
Die geheimnisvolle Tote, die Archäologen der Universität Innsbruck im Mai 2008 bei Tarrenz im Tiroler Bezirk Imst ausgegraben haben, gibt nur zögerlich ihre Geheimnisse preis. Ein internationales Forscherteam bestehend aus Archäologen, Anthropologen, Historikern, historischen Pharmazeuten, Textilspezialisten und Numismatikern untersucht eingehend das Skelett und die zahlreichen Beifunde dieser völlig atypischen Bestattung, etwa sechs Schröpfköpfe aus Messing oder eine Fraisenkette, die den Ausgräber veranlassten, eine Heilerin zu vermuten.
Denkbar erscheint, dass die Frau, die Anfang des 17. Jahrhunderts abseits jeder menschlichen Siedlung hastig mit den Gesicht nach unten verscharrt wurde, einer Tötung mit rituellem oder abergläubischem Hintergrund – etwa einer Hexenjagd – zum Opfer fiel.

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