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Zur Geschichte von Schloss Maretsch

Ein Blick von der Bozner Wassermauer zeigt, dass Schloss Maretsch am Rande der Bozner Altstadt in mitten von Weinbergen liegt. Die vier runden Ecktürme geben der Anlage neben dem unverputzten Bergfried ein unverwechselbares Aussehen, das im Wesentlichen durch die Umbauarbeiten in der frühen Neuzeit geprägt ist.

Die ältesten Teile der Burg reichen bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück, als der Ritter Berthold von Maretsch auf dieser Burg saß. Die Familie von Maretsch gehörte zu den Vasallen der Grafen von Tirol und wurde im Verlauf des 14. Jahrhunderts für die Stadtgeschichte wichtig. Die kleine Burganlage aus der Gründungszeit mit einem Wohngebäude, einem quadratischen Turm mit einem engen Innenhof wurde bis 1400 in mehreren Schritten zu einer stattlichen Anlage ausgebaut. Die Burg verfügte auch über einen mit Wasser gefüllten Burggraben, der um 1650 noch vorhanden war.

Berthold III. von Maretsch wird bis 1344 häufig in Urkunden genannt und bekleidete 1339 auch das Amt eines Richters von Bozen und Bevollmächtigten des Grafen von Tirol. Mit Maretsch war damals auch die Gerichtsbarkeit über die Bozner Wangergasse verbunden, die der 1386 verstorbene Volkmar von Maretsch inne gehabt hatte. Mit Daniel von Maretsch erlosch die Familie im 15. Jahrhundert.

Die späteren Besitzer der Burg waren Caspar Reifer, der die Burg an den Landesfürsten Sigmund den Münzreichen veräußerte, dann Hans Metzner, der 1476 die Burg erwarb und im Jahr darauf an seinen Schwager Sigmund Römer weiterverkaufte.

Die Römer begannen nun einen über mehrere Jahrzehnte sich erstreckenden Umbau der mittelalterlichen Burg zu einer renaissancezeitlichen Schlossanlage mit einer kunsthistorisch bedeutenden Freskenausstattung im Inneren. Sichtbarstes äußeres Zeichen dieser Bautätigkeit sind die vier markanten runden Ecktürme, die bis 1530 errichtet worden sind.

Lukas Römer zu Maretsch war Landkomtur des Deutschen Ordens für die Ballei an der Etsch und im Gebirge. Von seiner Bildung zeugen beispielsweise die Darstellung der Philosophen an den Wänden des Thunsaales.


Besichtigungen

Das Schloss kann nur mit Führung und auf Vormerkung besichtigt werden.

Genauere Informationen erhalten Sie unter folgender Adresse:

Schloss Maretsch
Claudia de' Medici-Straße 12
39100 Bozen - Italien

Tel. 0039 0471 97 66 15
Fax 0039 0471 30 07 46
maretsch@maretsch.info

 

 

 

Schloss Maretsch       Schloss Maretsch

   historische Ansicht

   historische Ansicht

   historische Ansicht

   Fresko

  

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Schloss Maretsch, Claudia de' Medici-Straße 12, 39100 Bozen;
   TEL. (+39) 0471 976615
   FAX (+39) 0471 300746